Top 10 der SAP Security Notes für Oktober 2026.
1. Score 9.9 (Hot News)
Nummer: 3805589
[CVE-2026-89107] Code-Injection-Schwachstelle in SAP S/4HANA (Substitutions-/Validierungsregeln verwalten)
Da SAP S/4HANA bei der Verwaltung von Substitutions- und Validierungsregeln die über eine domänenspezifische Skriptsprache eingegebenen Daten unzureichend prüft, besteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Angreifer mit gültiger Authentifizierung und bestimmten geschäftlichen Berechtigungen können speziell präparierte Payloads übermitteln, welche die Regelverarbeitungslogik fälschlicherweise als ausführbaren ABAP-Code interpretiert. Gelingt dieser Exploit, lässt sich beliebiger Code im System zur Ausführung bringen, was die vollständige Übernahme der Anlage zur Folge hat und die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität sowie Verfügbarkeit massiv gefährdet.
2. Score 9.9 (Hot News)
Nummer: 3797111
[CVE-2026-27690] HTTP Request Smuggling in SAP Approuter
In spezifischen Portalfunktionen des SAP NetWeaver Visual Composer unterbleiben notwendige und ausreichende Überprüfungen von Berechtigungen. Auf diese Weise ist es möglich, dass Angreifer mit minimalen Privilegien interne Befehle auf einem voreingestellten Remotesystem triggern. Je nach genauer Ausgestaltung der Remoteverbindung droht dadurch die vollständige Übernahme dieses angeschlossenen Systems, was schwerwiegende Konsequenzen für die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit nach sich zieht.
3. Score 9.1 (Hot news)
Nummer: 3798788
[CVE-2026-89108] Fehlende Berechtigungsprüfung in SAP Manufacturing Integration and Intelligence (Konfigurationsservice)
Wegen unzureichender Durchsetzung von Berechtigungsgrenzen in bestimmten administrativen Funktionen von SAP Manufacturing Integration and Intelligence besteht ein Sicherheitsrisiko. Wer über SAP-MII-Administratorrechte verfügt, kann durch das Senden eines präparierten Requests auf dem basierenden Java-Anwendungsserver ein Konto mit erweiterten Privilegien anlegen. Durch die erfolgreiche Ausnutzung dieses Fehlers lässt sich die administrative Herrschaft über das unterliegende System erlangen, wodurch der Schaden weit über die betroffene Applikation hinausreicht und die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität sowie Verfügbarkeit massiv beeinträchtigt werden.
4. Score 8.8 (Hot News)
Nummer: 3800517
[CVE-2026-89113] SQL-Injection-Schwachstelle in SAP Commerce Cloud (vordefinierter Code)
In der SAP Commerce Cloud fehlt eine ordnungsgemäße Validierung bestimmter Benutzereingaben, bevor diese in Datenbankabfragen einfließen. Angemeldete Nutzer sind dadurch in der Lage, durch gezielt präparierte Requests SQL-Befehle einzuschleusen. Bei erfolgreichem Ausnutzen dieser Lücke lassen sich vertrauliche Informationen aus der Anwendungsdatenbank auslesen, manipulieren oder löschen, was schwerwiegende Folgen für die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Software nach sich zieht.
5. Score 7.5 (Medium Priority)
Nummer: 3765424
[CVE-2026-58249] Speicherschadenschwachstelle in SAP NetWeaver und SAP Web Dispatcher (Internet Communication Manager)
Bei der Verarbeitung spezieller Requests durch eine interne Protokollkomponente unterlassen SAP NetWeaver und der SAP Web Dispatcher eine korrekte Validierung bestimmter Felder. Ohne vorherige Authentifizierung besteht für Angreifer die Möglichkeit, durch das Übermitteln eines manipulierten Requests einen Speicherfehler zu provozieren, welcher den jeweiligen Prozess zum Erliegen bringt. Folglich kann diese Schwachstelle die Verfügbarkeit der betroffenen Applikation stark beeinträchtigen, während die Vertraulichkeit und Integrität unbeschadet bleiben.
6. Score 7.1 (Medium Priority)
Nummer: 3626303
[CVE-2026-89120] Fehlende Berechtigungsprüfung in ABAP-Plattform
Aufgrund einer API-Modifikation in der ABAP-Plattform ist eine Regression aufgetreten, wodurch ein bereits geschlossenes Autorisierungsleck reaktiviert wurde. Der Session Manager lässt sich infolgedessen im Einzeltransaktionsmodus aufrufen, was gleichermaßen für das SAP Fiori Launchpad gilt. Nutzen Angreifer mit minimalen Privilegien diese Schwachstelle aus, können sie mithilfe gezielter Requests bestehende Restriktionen aushebeln. Während die Integrität dadurch massiv Schaden nimmt und die Vertraulichkeit in geringem Maße betroffen ist, bleibt die Verfügbarkeit gänzlich unbeeinträchtigt.
7. Score 6.5 (Medium Priority)
Nummer: 3798823
[CVE-2026-76972] Cross-Site-Scripting-Schwachstelle (XSS) in SAP Manufacturing Integration and Intelligence
Durch eine Cross-Site-Scripting-Schwachstelle (XSS) innerhalb von SAP Manufacturing Integration and Intelligence besteht für Angreifer die Möglichkeit, schädliche Daten abzuspeichern, die die Applikation in der Folge darstellt. Sobald ein angemeldetes Opfer eine Webseite aufruft, welche diese präparierten Inhalte lädt, wird der eingeschleuste Code beim Aufbau der Seite verarbeitet und im Browserkontext des Betroffenen ausgeführt. Dies verschafft dem Angreifer unter Umständen Zugriff auf Informationen im Browserbereich des Opfers oder erlaubt ihm Modifikationen daran. Eine erfolgreiche Ausnutzung kann somit den Zugriff auf Sitzungsdaten ermöglichen, die angezeigten Seiteninhalte manipulieren und die Nutzung der Software durch den Anwender stören, wobei die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit jeweils gering ausfallen.
8. Score 6.4 (Medium Priority)
Nummer: 3689080
[CVE-2026-24316] Server-Side Request Forgery (SSRF) in SAP NetWeaver Application Server für ABAP
Für Testzwecke enthält der SAP NetWeaver Application Server für ABAP einen ABAP-Report, über den sich HTTP-Requests an beliebige interne beziehungsweise externe Ziele abschicken lassen. Aus diesem Grund weist der Report eine Anfälligkeit für Server-Side Request Forgery (SSRF) auf. Wird diese Schwachstelle erfolgreich ausgenutzt, kann dies zu einer Kommunikation mit möglicherweise kritischen internen Endpunkten führen, was schwache Konsequenzen für die Vertraulichkeit und Integrität der Daten nach sich zieht. Auf die Verfügbarkeit der Software hat dies keinerlei Auswirkungen.
v16 (aktuelle Version) – UPDATE 13. Oktober 2026: Der vorliegende Hinweis wurde zusammen mit aktualisierten Details zu den Korrekturanleitungen nochmals freigegeben. Genauer gesagt erstreckt sich die Gültigkeit der Korrekturanleitung für Release 8.16 nun nicht mehr ausschließlich auf den Beginn ab Support Package 01, sondern schließt gleichermaßen Support Package 00 ein.
v11 (Vorgängerversion) – UPDATE 24. März 2026: Dieser Hinweis wurde ebenfalls mit aktualisierten Informationen zu den Korrekturanleitungen neu veröffentlicht. Dabei wurde die Reichweite der Korrekturanleitung für Release 7.58 über den Start ab SP01 hinaus erweitert, sodass nun auch SP00 abgedeckt ist.
v6 (Initialversion für Kunden freigegeben)
9. Score 6.1 (Medium Priority)
Nummer: 3790401
[CVE-2026-89122] Open-Redirect-Schwachstelle in SAP NetWeaver Enterprise Portal
In einer spezifischen Portalkomponente des SAP NetWeaver Enterprise Portal findet keine hinreichende Validierung von Eingaben statt. Ohne vorherige Authentifizierung besteht für Angreifer die Option, einen manipulierten Link zu generieren: Klickt ein Opfer darauf, lädt die Anwendung vom Angreifer kontrollierte Inhalte im geschützten, vertrauenswürdigen Kontext. Gelingt dieser Angriff, lassen sich Benutzerdaten nachverfolgen und Ausschnitte der angezeigten Seite manipulieren. Dies zieht minimale Schäden hinsichtlich der Vertraulichkeit und Integrität nach sich, während die Verfügbarkeit gänzlich unangetastet bleibt.
10. Score 6.1 (Medium Priority)
Nummer: 3790401
[CVE-2026-89122] Open-Redirect-Schwachstelle in SAP NetWeaver Enterprise Portal
Wegen unzureichender Eingabevalidierung für eine spezifische Portalkomponente im SAP NetWeaver Enterprise Portal existiert eine Sicherheitslücke. Angreifer ohne Authentifizierung haben die Möglichkeit, einen schädlichen Link zu präparieren: Betätigt ein Opfer diesen, werden vom Angreifer kontrollierte Inhalte im geschützten, vertrauenswürdigen Kontext der Anwendung geladen. Gelingt die Ausnutzung, lassen sich User-Informationen ausspähen sowie Ausschnitte der dargestellten Seite manipulieren. Dies führt zu geringen Beeinträchtigungen der Vertraulichkeit und Integrität, während die Verfügbarkeit vollkommen unberührt bleibt.
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Das regelmäßige Einspielen von Security-Patches ist aus drei Gründen unverzichtbar:
Schutz vor Totalausfall & Sabotage: Wie die aktuellen Meldungen zu Denial-of-Service (DoS) zeigen, können Angreifer Systeme gezielt lahmlegen. Ohne Patches riskieren Unternehmen kostspielige Stillstände der gesamten Produktion oder des Vertriebs.
Prävention von Datendiebstahl: Schwachstellen wie SQL-Injections oder XML-Manipulationen sind offene Türen für Industriespionage. Einmal im System, können Angreifer unbemerkt sensible Geschäftsgeheimnisse oder Kundendaten absaugen.
Compliance & Haftung: Gesetzliche Anforderungen (wie die DSGVO) und interne Audits fordern ein angemessenes Sicherheitsniveau. Wer bekannte Lücken offen lässt, handelt grob fahrlässig und riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch einen massiven Reputationsverlust.
